
Ein Film von Hansjürg Zumstein
Die schlimmste Finanzkrise seit 1929: Das Debakel im amerikanischen Immobilienmarkt brachte die Finanzwelt beinahe zum Zusammenbruch. Die internationalen Grossbanken mussten Milliarden an Verlusten einstecken. Am schlimmsten getroffen hat es die UBS mit 40 Milliarden Franken Abschreibungen. Wie war das möglich? Der neue Dokumentarfilm von Hansjürg Zumstein untersucht, wann und weshalb die UBS ihre verhängnisvollen Fehlentscheide fällte.
Wiederholungen:
04. Juli 2008 um 01.40 Uhr auf SF1
04. Juli 2008 um 11.00 Uhr auf SF1
08. Juli 2008 um 05.35 Uhr auf SF1
Die UBS – sie galt jahrelang als konservativ, als die sicherste Bank der Welt. Ihr Risikomanagement bewerteten die Aufsichtsbehörden als vorbildlich. Doch jetzt zeigt sich: Keine andere Bank musste in der neusten Finanzkrise soviel Abschreibungen bekannt geben wie die UBS. Die grösste Schweizer Bank geriet an den Rand des Abgrunds.
Video
Der neue Dokumentarfilm von Hansjürg Zumstein analysiert, wie es dazu kommen konnte. Der Autor des Films über die historischen Bundesratswahlen vom letzten Jahr („Die Abwahl“) oder über das Ende der Swissair („Die letzten Jahre“ und „Die letzten Tage“) hat mit vielen Schlüsselpersonen gesprochen. Er sprach mit UBS-Händlern, die Milliarden in minderwertige amerikanische Hypotheken investierten; er diskutierte mit Behörden und Experten und analysierte zahlreiche Dokumente.
Zumsteins Film zeigt auf, wie die Führung in Zürich ahnungslos das UBS-Schiff direkt auf die Riffs zusteuerte. Während andere Banken bereits versuchten, das Steuer herumzureissen und mit allen Mitteln aus dem Markt auszusteigen, kauften die UBS-Händler noch wie wild auf dem Hypothekarmarkt ein – motiviert durch die von Zürich verordnete Profitmaximierung um fast jeden Preis. Und: Je mehr die Händler kauften, desto höher ihr Bonus. Die Führung in Zürich realisierte die drohende Katastrophe erst viel zu spät - das Risikomanagement versagte völlig.
Im Film nimmt der neue Verwaltungsratspräsident Peter Kurer erstmals ausführlich Stellung dazu, wie es zur Krise kommen konnte. Und er erklärt, wie er die UBS wieder auf Kurs bringen will.
Hansjürg Zumstein arbeitet seit 1989 beim Schweizer Fernsehen, zuerst beim Kassensturz, danach bei 10vor10 und heute bei der Rundschau. Er publizierte 1995 den Dokumentarfilm über den Aufstieg des European Kings Clubs, eines Schneeballssystems, das in der Urschweiz enormen Zulauf hatte. 1997 folgte ein längerer Film über Schweizer Fluchthelfer im Zweiten Weltkrieg. Im Jahr 2006 verfasste er die beiden Filme über die Geschichte der Swissair, die grosse Beachtung fanden ("Swissair, die letzten Jahre" sowie "Swissair, die letzten Tage"). Im Jahr 2007 erarbeitete er die Hintergründe der beiden Eisenbahntunnels, die die Schweiz durch die Alpen baut: Neat - vom Alpentraum zum Alptraum. Im Dezember 2007 realisierte Hansjürg Zumstein den DOK "Aktion Geheimplan - Wie aus Notizen Komplotte wurden". Im März 2008 realisierte er den DOK "Die Abwahl - Die Geheimoperation gegen Christoph Blocher".

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