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Aktuelle Sendung vom 27.12.2009
 

«Heimkino – Private Filmschätze der Schweiz»: Karl Robert Schäfer und Jonas Bühler

Jede Folge stellt private Filmaufnahmen vor, die ab den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts von Filmamateuren und Filmpionieren gedreht wurden. So unterschiedlich die Filmer waren, so verschieden sind ihre Motive: Das ländliche Leben kommt ebenso zur Darstellung wie die High Society in den Alpenkurorten der 1930er-Jahre.

Karl-Robert Schäfer (1894 bis 1970)

Schäfer stammte aus Jena und absolvierte eine Lehre als Feinmechaniker. Später verwirklichte er sich einen Traum und liess sich zum Schauspieler ausbilden. 1925 stiess er zum Ensemble des Theaters Basel. Der Thüringer war ein ausgesprochener Vielfilmer. Er nutzte das Medium auch beruflich: Sein filmisches Rollentagebuch umfasst Dutzende von berühmten Charakteren. In der Saison 1932/33 zeichnete er den Kampf des Theaters um Subventionen auf sowie die Gastauftritte des berühmten Hans Albers. Als Schäfer 1970 starb, hinterliess er 147 Filmdosen mit 9,5- und 16-Millimeter-Filmen.

Jonas Bühler (1891 bis 1944)

Bühler wuchs in Flüelen auf und übernahm als ältester Sohn die Bäckerei seines Vaters. Der technikbegeisterte Urner machte das Flugbrevet und besass als einer der Ersten im Kanton ein eigenes Auto. In den 1930er-Jahren begann er, die Arbeitswelt seiner Umgebung auf Film zu bannen. Zu seinen Vorlieben gehörten Grossbaustellen. Bühlers Aufnahmen zeigen auch die Eisgewinnung auf dem Lauerzersee oder das Holzschlagen am Vierwaldstättersee. Nach einem Eisenbahnunglück bei Arth SZ war Bühler mit seiner Kamera zugegen und hielt die Aufräumarbeiten fest.

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