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Sandra Studer, Vittorio Grigolo, Eva Mei (v.l.n.r.)

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«La Traviata im Hauptbahnhof»

Ein Opernerlebnis der besonderen Art

Oper live in den Pendlerströmen: Alltag und grosse Kunst verschmelzen.
Der Hauptbahnhof Zürich verwandelte sich am Dienstag, 30. September 2008 in einen klingenden Kultur- und Erlebnisort. Das Schweizer Fernsehen inszenierte Giuseppe Verdis Oper mitten im Bahnhof, an verschiedenen Schauplätzen.

Externer Link Die Opernereignisse von SF in der New York Times

Online-Video der Live-Aufführung

1. Akt

«La Traviata im Hauptbahnhof» vom 30.9.2008
Die schöne Kurtisane Violetta Valéry lässt sich von Baron Douphol aushalten und geniesst den Luxus seines Hauses. Doch dann trifft sie auf einer Feier Alfredo.

2. Akt

Violetta und Alfredo leben zurückgezogen und denken an nichts als ihre Liebe. Als Alfredo nach Paris fährt, erhält Violetta unerwarteten Besuch.

Ende 2. Akt und 3. Akt

Auf Floras Fest wird Violetta von Alfredo beleidigt. Germont und die Festgesellschaft sind entsetzt. -
Violetta liegt einsam und verarmt im Sterben. Da erhält sie einen Brief, der ihr ankündigt, Alfredo werde kommen und sie um Verzeihung bitten.

Libretto (PDF, 237 kb)

La Traviata im Hauptbahnhof - Das Gespräch

Video: Die Highlights des Abends, Zuschauerreaktionen und einen Blick hinter die Kulissen dieser Grossproduktion zeigte SF 1 in «La Traviata im Hauptbahnhof - Das Gespräch».

Making of «La Traviata im Hauptbahnhof»

Klanghotel vom Sonntag, 5. Oktober 2008

«La Traviata im Hauptbahnhof» war für sie alle ein Projekt voller Herausforderungen; denn die Oper wurde nicht etwa auf einer Bühne vor sitzendem Publikum inszeniert, sondern mitten im abendlichen Passantenstrom.

Schlussapplaus mit den Solisten, dem Chor und dem Orchester des Opernhaus Zürich in der Bahnhofshalle

Schlussapplaus in der Bahnhofshalle; Bild: Gian Vaitl

Eine Opernaufführung live aus dem Hauptbahnhof Zürich

Wo Pendlerströme und Touristengruppen sich kreuzen, Liebende sich finden oder von einander Abschied nehmen, erfährt «La Traviata», was soviel bedeutet wie «die Entgleiste», die Liebe und den Abschied von Glück und Leben zugleich.

Nach dem grossen Erfolg der Live-Übertragung von Mozarts Zauberflöte auf zwei Kanälen, zeigte die Redaktion «Musik, Tanz und Theater» die Inszenierung von Giuseppe Verdis beliebter Oper an einem alltäglichen Schauplatz, dem Hauptbahnhof Zürich.

Der Bahnhof als Opernkulisse und Fernsehstudio

Die Fernsehproduktion war eine grosse künstlerische und technische Herausforderung; denn SF inszenierte die Oper live an verschiedenen Standorten des Hauptbahnhofs: Die grosse Haupthalle, die Cafés und der Gleisbereich wurden zu Spielorten einer ewig gültigen Geschichte um Liebe, Verzicht und Abschied. Der Bahnhof wurde zur Opernbühne und zum Fernsehstudio gleichzeitig – und blieb zu jedem Zeitpunkt ein Bahnhof.

Bildergalerie von der TV-Produktion (Proben)

Alfredo (Vittorio Grigolo) und Giorgio (Angelo Veccia) vor dem Restaurant «il baretto» im Hauptbahnhof Zürich

Das Bild wird mittels Lightbox vergrössert. Die Lightbox ist nicht barrierefrei.

Alfredo (Vittorio Grigolo) und Giorgio (Angelo Veccia)

Grosser Erfolg für die Opernproduktion

Die dreistündige Oper stiess nicht nur am Ort des Geschehens selber auf grosses Interesse, sondern generierte auch eindrückliche Zuschauerzahlen: Durchschnittlich 577'000 Personen sahen sich die Live-Übertragung zu Hause am Bildschirm an. Dies entspricht einem Marktanteil von 34.4 Prozent.

Das szenische Arrangement im Hauptbahnhof stammt von Adrian Marthaler, die Fernsehregie übernahm Felix Breisach. Als Moderatorin führte Sandra Studer durch den Abend.

Das Bild wird mittels Lightbox vergrössert. Die Lightbox ist nicht barrierefrei.

Felix Breisach (l.), Adrian Marthaler (r.)

Der Chor des Opernhaus Zürich bei der Aufführung

Chor des Opernhaus Zürich

Den Klangkörper bildeten Ensemble, Chor und Orchester des Opernhauses Zürich, unter der musikalischen Leitung von Paolo Carignani. In der Titelpartie der Violetta war Eva Mei zu erleben, Vittorio Grigolo sang Alfredo und Angelo Veccia die Partie des Giorgio Germont.

Die Opernproduktion «La Traviata im Hauptbahnhof» des Schweizer Fernsehens ist eine Zusammenarbeit mit dem deutsch-französischen Kultursender Arte, der SBB und dem Opernhaus Zürich.

Die Oper wurde nicht auf einer Bühne mit Zuschauerrängen inszeniert, sondern vor Ort im Hauptbahnhof Zürich an verschiedenen Schauplätzen. Erst am Bildschirm fügten sich die einzelnen Szenen zu einem Ganzen zusammen. Deshalb sassen die Fernsehzuschauer zu Hause in der ersten Reihe.

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