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Projekt der Superlative
Die tiefstgelegene Bahnstation der Welt mit dem schnellsten Lift der Welt, mitten im längsten Tunnel der Welt: Die Porta Alpina war ein Projekt der Superlative. Über zwei 800 Meter tiefe Schächte sollten Passagiere bei Sedrun in die unterirdischen Wartehallen des Bahnhofs geführt werden. Dort sollten ihre Züge mitten im Gotthard-Basistunnel Halt machen. Vier Wartehallen wurden bis 2007 für 15,8 Millionen Franken aus dem Berg gebrochen. Die Kosten teilten sich der Bund, der Kanton Graubünden und die Gemeinden der Region. Die Gesamtkosten der Porta Alpina wurden auf 50 Millionen Franken geschätzt.
Zu hohe Kosten
An dieser hohen finanziellen Hürde scheiterte das Projekt schliesslich: 2007 entschied der Bundesrat, seinen endgültigen Finanzierungsentscheid auf das Jahr 2012 zu vertagen. Damit hätte die Porta Alpina erst 2019 – drei Jahre nach der Fertigstellung des Gotthard-Basistunnels – in Betrieb gehen können, was das Projekt zusätzlich verteuerte. Die finanziellen Risiken waren damit für den Kanton und die Gemeinden zu hoch, sie gaben den Bau auf. Immerhin hoffte der damalige Bündner Bauinspektor Stefan Engler, dass kommende Generationen die Arbeiten an der Porta Alpina dank den Vorinvestitionen in die vier Wartehallen einfacher weiterführen können.
Die Bündner Regierung verzichtet auf das Projekt des wohl spektakulärsten Schweizer Bahnhofs, der Porta Alpina. Verkehrsminister Moritz Leuenberger bedauert das Ende des Projektes.
Der Entscheid über einen Lift aus dem Tunnel der Gotthardbahn ist um fünf Jahre vertagt worden. Der Gesamtbundesrat will erst nach genaueren Informationen vom Departement Leuenberger über das Projekt entscheiden. Ob aber je einmal Bahntouristen über den futuristischen Aufzug in die Bündner Bergwelt befördert werden, ist nach dem heutigen Entscheid fraglich.
Der unterirdische Bahnhof Porta Alpina in Sedrun gerät in die Kritik. Anstelle des Lifts wird eine leistungsfähigen Transportmöglichkeiten gefordert. Das geplanten Event- und Kongresszentrum in Sedrun soll nur gebaut werden, wenn das Transportproblem vom unterirdischen Bahnhof Sedrun gelöst ist.
Die Nothaltestelle im 57 km langen Gotthard-Basistunnel bei Sedrun soll zur ausgebaut und als Ausstieg für die Tourismusregion Gotthard genutzt werden. Der Bund hat die Vorinvestitionen für das bewilligt und bereits sind jetzt die Wartehallen in den Berg gesprengt worden. MTW zeigt, wie der Transport der Passagiere vom Tunnel nach oben funktionieren soll, warum der Halt im Berg den Neat-Betrieb nicht behindert und welche Entwicklung sich die vier Gotthardkantone von der Porta Alpina erhoffen.
Die Porta Alpina – die grosse Idee eines unterirdischen Bahnhofs mitten im NEAT-Tunnel bei Sedrun - wird von der Vision immer mehr zum konkreten Projekt. Nachdem zuerst das Eidgenössische Parlament und dann auch das Bündner Stimmvolk zusammen rund 28 Millionen Franken für Vorinvestitionen bewilligt haben, begannen heute im Untergrund von Sedrun die ersten Arbeiten.
Der Bundesrat befürwortet im Grundsatz das Projekt eines zusätzlichen Bahnhofs im Gotthard-Basis-Tunnel: der Porta Alpina. Die Bündner Region Surselva wäre so für Reisende aus Zürich in weniger als zwei Stunden erreichbar.
Ein spektakuläres Projekt im Gotthardbasistunnel: Beim Zwischenhalt Sedrun werden über den längsten Lift der Welt 800 Meter tief im Berg die Röhren für den längsten Tunnel der Welt ausgebrochen. Die Initianten der Porta Alpina möchten die riesigen Schachtanlagen der Baustelle nach Vollendung der Neat zu einer Personenhaltestelle mitten im Gotthard ausbauen. Über den bereits bestehenden Lift gelangen die Reisenden nach Sedrun und damit in kürzester Zeit direkt ins Zentrum der Alpen.
Im Schichtbetrieb rackern rund 150 Männer in Sedrun am Herzstück der Neat. Die Arbeit unter Tag ist hart und gefährlich. Im Juni verunglückte der 33 Jahre alte Andreas Reichhardt tödlich. Noch kurz vor seinem Tod sprach Reichhardt über seine lebensgefährliche Arbeit. Eine Rundschau-Reportage über die harten Männer im Berg.



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