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Hoher Leistungsdruck
Höher, weiter, schneller so lautet die Devise im Spitzensport. Die SportlerInnen stehen unter ständigem Leistungsdruck der Öffentlichkeit, der Sponsoren und nicht zuletzt des eigenen Ehrgeizes. Im Kampf um den Sieg ist die Versuchung gross, die persönliche Leistungsgrenze mit chemischen Substanzen auszuloten.
Ganz verschiedene Doping-Mittel
Der Griff zu Epo, Wachstumshormonen und Eigenbluttransfusionen ist für manche Athleten so selbstverständlich wie das tägliche Training. Als Doping-Mittel genutzt werden aber auch vom Arzt des Vertrauens verschriebene Medikamente. Wirkstoffe, wie sie in Asthma- (Amphetamin) und Grippemitteln (Ephedrin) enthalten sind, wirken beispielsweise chronischer Müdigkeit entgegen.
Immer neue Tricks erschweren Bekämpfung
Der Sport bekämpft seine Dopingprobleme selbst weitgehend unabhängig von Politik, Polizei und Staatsgesetz. Einzig bei Substanzen, die das Betäubungsmittelgesetz verbietet, greift der Staat ein. Immer raffiniertere Methoden und Manipulationsmöglichkeiten fordern die Doping-FahnderInnen ständig aufs Neue heraus. Die Grenzen zwischen erlaubter und verbotener Substanz sind unscharf und von den Interessen der Sportverbände beeinflusst. Und längst beschränkt sich Doping nicht mehr auf den Spitzensport. Immer mehr FreizeitsportlerInnen schlucken und spritzen, was das Zeug hält. Nur die Leistung zählt und dafür ist (fast) jedes Mittel recht.
Kaffee, Vitaminpräparate, Alkohol und Gedächtnistraining: Schon lange versuchen Menschen ihre geistige Leistungsfähigkeit zu steigern oder ihre Stimmung zu beeinflussen, und bislang hat sich daran keiner gestört. Doch aktuell wird über die Frage, wie weit dies gehen darf, heftig gestritten. «Human Enhancement» heisst das neue Stichwort in der Bioethik-Debatte, zu deutsch: «Leistungssteigerung des Menschen».
Der Verantwortliche der Dopingbekämpfung in der Schweiz, Matthias Kamber, nimmt Stellung zur neuen Online-Plattform «Real Winner».
Beitrag 2: Doping - Die Online-Plattform für Athleten
«Real Winner» heisst eine neue Plattform für Profi-Athleten. Sie soll der Doping-Information dienen. Wir testeten das neue Tool mit Triathletin Nicola Spirig.
Seit Anfang Jahr hat die Welt-Antidoping-Agentur WADA einen neuen Code eingeführt. Dieses Gesetz im Kampf gegen Doping beinhaltet viel Positives, aber auch einiges an fragwürdigen Regelungen.
Antidoping Schweiz hat nach dem ersten Jahr seines Bestehens ein positives Fazit gezogen. Der Start sei erfolgreich verlaufen, es warten aber weiterhin viele Herausforderungen.
Die vor 150 Tagen ins Leben gerufene Anti-Doping-Agentur erf¨üllt ihren Zweck. Für eine effiziente Dopingbekämpfung fehlt aber das Geld.
Das Internationale Olympische Komitee greift im Kampf gegen Doping zu einer aussergewöhnlichen Massnahme. Sämtliche fünftausend Blutproben von den Olympischen Spielen in Peking sollen neu untersucht werden.
Seit einer Woche sieht sich der Schweizer Rad-Profi Fabian Cancellara mit Doping-Gerüchten konfrontiert. Heute Abend ist er in einem Einkaufszentrum bei Luzern zum ersten Mal wieder aufgetreten. Die Doping-Vorwürfe gegen ihn wies der Olympia-Sieger weit zurück.
Gemäss belgischen Medienberichten steht Radprofi Fabian Cancellara unter Verdacht, das Dopingmittel Mircera eingenommen zu haben. Cancallara beteuert seine Unschuld. Experten erklären, was das neue Epo-Medikament bei Sportlern bewirken kann.
Überragende Sprinter oder Schwimmrekorde in Serie: auch an den Olympischen Spielen in Beijing darf wieder spekuliert werden, ob bei solchen Spitzenleistungen wirklich noch alles mit rechten Dingen zugeht. Bald dürfte es noch schwieriger werden, Dopingsünder zu entlarven: Gen-Doping heisst der neuste Trend. Noch ist kein Fall eines genetisch veränderten Athleten bekannt, aber das ist für Experten nur noch eine Frage der Zeit. Davon geht auch der Wissenschaftsjournalist Beat Glogger aus. In seinem Buch «Lauf um mein Leben» verwebt er Fakten und Fiktion zu einem packenden Krimi. «kulturplatz» über eine ebenso düstere, wie realistische Zukunftsvision.
Am Samstag um 16.30 Uhr steht eines der Highlights der Olympischen Spiele auf dem Programm: Der 100-Meter-Final. Immer wieder wurden aber Medaillengewinner des Dopings überführt, einige Verfahren sind heute noch am Laufen. Nun wird eine Methode immer mehr zum Thema, die noch gar nicht nachgewiesen werden kann: Das Gen-Doping.
Der Verband Swiss Olympic hat alle Olympia-Kandidaten zu einem obligatorischen Asthma-Test aufgeboten. Wenn bei einem Sportler Asthma diagnostiziert wird, muss dieser einen Asthma-Spray verwenden, auch wenn sich der Athlet kerngesund fühlt und diesen gar nicht verwenden möchte. Diese Arztatteste öffnen Türen zum Missbrauch von Asthma-Sprays als Doping.
Heuer jährt sich der Festina-Skandal von 1998 zum zehnten Mal. Damals wurde während der Tour de France bei der Mannschaft der damaligen Stars Alex Zülle und Richard Virenque bei einer Durchsuchung grosse Mengen EPO gefunden.
Ein chinesischer Olympia-Athlet ist nach einem positiven Dopingtest lebenslang gesperrt worden. Er hatte nach eigenen Angaben Fleisch gegessen, das mit verbotenen Substanzen verseucht war.
Ein grosser Hintergrundbeitrag zum leidigen Thema Doping. Wie funktioniert die Forschung? Wie gehen Sportler beim Dopen vor? Und warum dopen Sportler, obwohl sie die Gefahr für Gesundheit und Image kennen?
Martina Hingis wurde positiv auf Kokain getestet. Die illegale Substanz regt das Gehirn an und verursacht Glücksgefühle.
Martina Hingis ist nicht die erste Sportlerin, die verdächtigt wird, Kokain genommen zu haben. Schon in der Vergangenheit gab es Kokainfälle, bei denen die Überführten auch immer ihre Unschuld beteuert haben.
In Wimbledon soll die einst weltbeste Tennisspielerin positiv auf Kokain getestet worden sein. Hingis bestreitet die Vorwürfe und gibt ihren sofortigen Rücktritt bekannt. Einschätzungen von Stefan Bürer, Tennis-Experte SF und René Stammbach, Präsident von Swiss Tennis.
Während im Radsport der Dopingsumpf noch nicht trocken gelegt ist, haben jetzt die Fussballverbände Uefa und Fifa im Hinblick auf die Euro 08 strengere Dopingtests angekündigt.
Die ETH und das Universitätsspital Zürich erforschen im Rahmen einer Studie die Wirkung des gefährlichen Dopingmittels EPO auf das Blutbild. EPO wird aber nicht nur illegal, sondern auch als Heilmittel eingesetzt. In der Schweiz sind mehrere tausend Patienten, meist Nierenkranke, auf EPO angewiesen.
Die Doping-Beichte des ehemaligen deutschen Radprofis Jörg Jaksche erschüttert auch die Schweizer Radsport-Szene. Er gibt nicht nur zu, selbst gedopt zu haben, sondern erhebt gleichzeitig schwere Vorwürfe gegen zahlreiche Personen aus der Radsportszene. Brisant: Einer der Angeschuldigten ist Tony Rominger.
Der Welt-Radverband UCI hat ein neues Doping-Testprogramm vorgestellt, mit dem alle Dopingsünder erfasst werden sollen.
Mit Protease-Pulver können EPO-Spuren aus dem Urin entfernt werden. Das Pulver, das in Waschmitteln enthalten ist, wird im Trainingsanzug mit zur Dopingkontrolle genommen. Dort wird per Zufall der Urinstrahl über die Finger geführt, wodurch das Pulver in den Urin gelangt und die EPO-Spuren verwischt.
Das männliche Sexualhormon Testosteron ist ein verbreitetes Dopingmittel, das in letzter Zeit wegen EPO und Blutdoping etwas in Vergessenheit geraten ist. Die Fälle Floyd Landis und Justin Gatlin haben aber gezeigt, dass Testosteron bei den Spitzensportlern immer noch gross in Mode ist.
Viagra steigert nicht nur die Leistungsfähigkeit im Schlafzimmer. Extrembergsteiger nutzen das Medikament als Doping-Mittel. Damit soll das Atmen in der Höhe erleichtert und die Leistungsfähigkeit gesteigert werden.
Repoxygen heisst das neue Doping-Wundermittel. Genau wie EPO erhöht es die Zahl der roten Blutkörperchen. Der Unterschied: In Dopingtests kann Repoxygen nicht nachgewiesen werden, da es selbst kein EPO enthält, sondern nur die körpereigene Produktion anregt. Die Nebenwirkungen sind jedoch dramatisch. Die genmanipulierten Versuchstiere lebten nur halb solange wie ihre nicht manipulierten Artgenossen.
Mit einer Plakatwerbung für das Medikament Gly-Coramin geht Novartis gezielt junge Leute an. Nur: Die vermeintlich harmlose Kautablette, die dem Snowboarder mehr Energie geben soll, ist auf der Dopingliste und soll nicht an unter 16Jährige abgegeben werden.
Eine Woche ist die Schlussfeier der Olympischen Spiele in Athen her. 23 Dopingsünder waren während der Spiele entlarvt worden. Die Doping-Fahnder haben aufgeholt, so scheint es. Doch bereits sind neue Substanzen auf dem Markt. Cera heisst das neueste Problem der Fahnder.
Kreatin ist ein legales, leistungssteigerndes Mittel, das im Trend liegt. Sportgrössen wie Linford Christie oder Zinedine Zidane haben es verwendet. Dies obwohl es Indizien dafür gibt, dass dieses Produkt nicht ohne Bedenken angewendet werden sollte.
Beim Giro d'Italia 2001 hat eine der grössten je durchgeführten Dopingrazzien stattgefunden. Bei den Sportlern wurden dabei diverse Substanzen entdeckt - unter anderem Spritzen mit Insulin-Rückständen. Dieser Fund ging in der Menge der anderen entdeckten Substanzen allerdings fast unter. Dabei handelt es sich bei Insulin um das möglicherweise gefährlichste Dopingmittel überhaupt.
Seit Wochen sorgt ein neues Dopingmittel für Schlagzeilen: Tetrahydrogestrinon, besser bekannt als THG. Erst jetzt wurde bekannt, wie einfach es ist, THG herzustellen. Schon früher wurden Substanzen entwickelt, die ausschliesslich dem Doping dienten. In der ehemaligen DDR liess der Staat ein Anabolikamittel entwickeln und pumpte seine Athleten und Athletinnen damit voll. Mit fatalen Folgen.
Hornussen, die urtypische schweizerische Traditionssportart, hat ihren ersten Dopingfall. Ein 18-jähriger Nationalliga-A-Hornusser wurde positiv auf Cannabis getestet. Der Fall beschäftigt jetzt Fachleute und Doping-Spezialisten. Dabei geht es um die Frage, ob Kiffen tatsächlich illegal leistungsfördernd ist.
Die meist gebrauchte Ausrede der Dopingsünder ist Unwissenheit. Oft entspricht diese Entschuldigung sogar der Wahrheit. Bei den Herstellern von Ernährungszusätzen ist die Zahl der Schwarzen Schafe erschreckend gross.
100 Meter in sieben Sekunden - ein Traum. Ein Traum, der bald zum Alptraum werden könnte, dank Gen-Doping. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt: Genmanipulierte Super-Athleten sind alles andere als Science-Fiction.



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